
Ohne Smartphone geht im Alltag fast nichts mehr: Unterwegs hilft der Onlineroutenplaner, mit Freunden und Familie chattet man per Messengerdienst und die sozialen Medien sorgen für Zerstreuung. Auch Bankgeschäfte, Ticket- und Urlaubsbuchung werden immer häufiger digital erledigt. Allerdings verursachen die Informationsflut und das Gefühl, immer erreichbar sein zu müssen, Stress. Eine digitale Entgiftung hilft, wieder in Balance zu kommen. In den meisten Fällen bringen Vorsätze wie „ab heute nutze ich mein Smartphone weniger“ nichts. Besser ist es, sich alternative Verhaltensweisen auszudenken und diese zu trainieren – oder direkt einen Digital-Detox-Tag einzulegen und das Smartphone im Flugmodus in den Schrank zu legen. Denn Medienfasten kann helfen, die eigenen digitalen Gewohnheiten zu überprüfen und bewusst anzupassen:
Zurück zu analogen Gewohnheiten
Schauen Sie auf eine Armbanduhr statt auf die Anzeige des Smartphones. Auch wer seinen Wecker längst eingemottet hat, weil das Handy morgens viel sanfter weckt, sollte diesen wieder aufstellen. So beginnt die Smartphone-Nutzung nicht schon beim Aufstehen, sondern z.B. erst während der Busfahrt in die Kanzlei. Noch besser ist es, sich für den Weg ins Büro ein Buch einzustecken und sich nach einem kurzen Check der neuesten Mitteilungen und Statusänderungen in die gedruckte Lektüre zu vertiefen.
Smartphonefreie Phasen einplanen
Legen Sie bestimmte Situationen oder Orte fest, z.B. während der Familienzeit oder das Schlafzimmer, die smartphonefrei bleiben. Alternativ können Sie konkrete Zeiten, wie eine Stunde am Vormittag oder einen Nachmittag am Wochenende wählen, um medienfrei zu sein.
Sozialen Druck erkennen und reduzieren
Prüfen Sie regelmäßig die Anzahl ihrer Online-Profile. Denn wer in weniger sozialen Netzwerken aktiv ist, erhält auch weniger Statusmeldungen. Außerdem kann es helfen, die jeweilige App so einzustellen, dass für andere nicht mehr zu sehen ist, ob man eine Nachricht schon gelesen hat oder wann man zuletzt online war. Und trauen Sie sich, Apps zu löschen: Sie brauchen nicht jedes Spiel und nicht jeden Dienst.
Technische Einstellungen nutzen
Deaktivieren Sie Push-Meldungen. Manche Apps lassen sich vorübergehend sperren, wenn man eine tiefe Konzentrationsphase ohne Ablenkung braucht. Auch bei sozialen Kontakten kann es helfen, wenn nur Nachrichten von wichtigen Personen mit einem akustischen oder einem Vibrations-Signal angekündigt werden. Alle anderen werden stumm geschaltet.